Samstag, 10. Dezember 2011

Nach Punk kam Postpunk


... nicht ganz. Wolle Hein war nicht bei der Post, sondern bei VW, später
dann in Berlin fühlte er sich berufen in 6 Bands gleichzeitig zu spielen. Das änderte sich und er wurde nachdem er den Bass mit nur 2 Saiten gespielt hatte (bei so vielen Seitenprojekten gab es keine Zeit für mehr Saiten) dann Drummer von KNOCHEN GIRLhttp://www.discogs.com/artist/Knochen%3DGirl
und weil das Anklang fand, wurde er  somit auch Drummer von KISS FREAK STEVEN. Und ab ging die Post.
In beiden Bands spielte auch Spoon (unten im Video noch einmal als Gitarrist bei KISS FREAK STEVEN zu sehen) (bei Knochen-Girl musste er Bass spielen). Tanja Kopecky durfte  in dieser Band wenig singen, das holte sich aber nach beim  Anticopyrightprojekt LADYBIRD
Alles löste sich dann Mitte bis Ende der 90er in Wohlgefallen auf

hier ein neues Projekt von Wolle Hein





hier Kiss Freak Steven, einmal Berlins Polytoximanischste Band genannt, mit einem Song, den sie in einer 3er Single Box und auf einem Sampler alles beim Label HUMAN WRECKORS veröffentlichten.


und hier das Projekt LADYBIRD mit Tanja Kopecky, produziert 1994 - 97 von Luther Blisset.

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6 Kommentare:

  1. Guido Hubert Schöpper, genannt Spoon, geboren am 10. August 1961, gestorben am 8. Januar 2010

    Niemand kann sich erinnern, woher der Name kam, was er bedeutete. Er war plötzlich da: „Ich bin Spoon”, sagte Spoon. Das war es dann. Seine erste Band, nach der Oberschule in Münster, hieß Sex or Riptides. Beim Bund wurde er „unehrenhaft” entlassen, er hatte sich trotz Beugehaft geweigert, die blau gefärbten Haare schneiden zu lassen, sprach wochenlang kein Wort. Mitte der 80er-Jahre kam er nach Berlin. Spoon war Gitarrist, spielte Blues und existenzialistischen Rocklärm, manchmal – „projektbezogen” – Bass und Schlagzeug. Die Liste seiner Bands ist nicht lang. Fast alle sind heute vergessen: Knochengirl (Spoon zeichnete weit über den Existenzzeitraum der Band eine gleichnamige Comicserie, die nie veröffentlicht wurde), Kiss Freak Steven, das Kreuzberger Nasenflötenorchester (das am ehesten so etwas wie überregionale Bekanntheit erlangte), das Feedbackorchester. Es heißt, Spoon sei verrückt gewesen, man konnte kein einziges „vernünftiges Wort” mit ihm wechseln. Berüchtigt war er für seine „dummen Stunts”: gewalttätige, selbstzerstörerische Ausbrüche, absichtliche Stürze, Zerstörungen, die ihn seinen Freunden entfremdeten und bald nicht mal mehr Mitleid hervorriefen. Ein Kollege charakterisierte Spoon so: „Er ist ein Arschloch, aber auch ein wahnsinniges Genie. Also mehr wahnsinnig als Genie. Er ist ein Masochist und Quälgeist, der alle leiden sehen will, der aber auch ganz lieb sein will, aber nur manchmal kann, und der Begriffe wie Selbstachtung oder Todessehnsucht vollkommen transzendiert.” Alkoholmissbrauch und der Stress einer Existenz am psychischen und physischen Limit führten zu einem ersten amtlichen Herzinfarkt, in dessen Folge sich Spoon – für seine verbliebenen Freunde überraschend – einigermaßen selbst resozialisierte. Er wurde umgänglicher, ohne den Wahnsinn völlig zu verlieren. Zu Geld kam er nie. Überliefert bleibt sein Credo: „Hauptsache Hand in den Mund.”

    Text veröffentlicht in "The Beat Goes On – Kalendarium toter Musiker 2011"

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  2. Spoons Comic zu den Anfängen von Knochen Girl wurde sehr wohl veröffentlicht nämlich als Beiheft zur Cassettenveröffentlichung :"Jetzt stehn wir hier"1988 bei Ideen-Taten-Erfolge und Deutschlandweit- UK/Kanada/US vertrieben. Sehr viele Poster zu den Livegigs wurden vertrieben, das Booklet zum CD album von Knochen-Girl: "Gammler und Bulimie" 1993 WSFA/Zickzack wurde von Spoon entwickelt. Lieber Herr Dubel ,ich weiss sie haben entweder alles oder einige aus einem Nachruf im Tagesspiegel übernommen, aber ich kenne die Kladden von Spoon, es waren Entwürfe, aber niemals war der Titel gleichen Namens wie diese Band, ausserdem für meinen Geschmack hatte der Verfasser des Artikels mir alles zu sehr schwarz gefärbt, aber heute wissen wir, auch das Mittelalter war fröhlich.
    Der Name Knochen-Girl wurde von Tanja Kopecky und mir erfunden,nach der Lektüre von AURORA ein Roman von Michel Leiris, das ist ein Geheimnis, welches hier zum ersten Mal so steht.
    Spoon und wir entwickelten dann die Idee und Figur des Knochen-Girl. Bald werde ich Beispiele hochladen.
    In diesem Sinne
    Grüsse

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  3. ausserdem
    wer ist dieser Typ der diesen Blödsinn schrieb:"das Kreuzberger Nasenflötenorchester (das am ehesten so etwas wie überregionale Bekanntheit erlangte)" ? Dieser Autor dieser Zeilen kaschiert, wie es so Zeilenschinder gern oft tun, Unwissen mit Frechheiten und Ignoranz.

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  4. Wenn SIe Herr Dubel, selber aber der Autor dieses Pulps waren, dann verbuche ich das als Erratik und habe weiter in der Sauce rumgesaut.

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  5. Lieber Herr Mentrup, liebe Frau Kopecki!

    Was ich an Informationen verwendete und nicht aus eigenem Erleben kannte, recherchierte ich bei Ihnen und bei Wolle Hein. Vermutlich hat dies auch der Verfasser des mir nicht bekannten Nachrufs auf Spoon im Tagesspiegel getan.

    Zu den Zeichnungen: Zu seinen Lebzeiten unterhielt ich mich mit Spoon häufiger über seine Zeichnungen, immer wieder auch unter dem Aspekt einer seriellen Veröffentlichung, bei der eine lose Storyline entlang der zu entwickelnden oder sich entwickelnden Figuren- oder Charaktereigenschaften des Knochengirls im Vordergund hätte stehen können. Ich bin im Besitz einer Reihe von Originalen aus dieser Zeit.

    Lieber Herr Mentrup, Sie schreiben: "Dieser Autor dieser Zeilen kaschiert, wie es so Zeilenschinder gern oft tun, Unwissen mit Frechheiten und Ignoranz." Dem ist mitnichten so. Ob der Beitrag nun tatsächlich "schwarz gefärbt" ist? Man mag es so sehen, muss es aber nicht. Was soll damit überhaupt gesagt werden? Dass das Leben des Spoon in zu düsteren Farben dargestellt wird. Das ist ja wohl eher nicht der Fall, auch wenn der Text – zugegebenermaßen – ziemlich subjektiv ist. Immerhin kannte ich Spoon persönlich und über einen langen Zeitraum. Vielleicht nicht so lange wie Sie, Herr Mentrup, sicher jedoch länger als der Verfasser der Tagesspiegel-Nachrufs.

    Io.

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  6. Ich muss widersprechen, ich glaube das der Sklave ihrer Zeilen Spoon besser und noch länger kannte als ich.
    Und die Zeilen sind schwarz gefärbt und nicht rot oder blau, da müssen sie mir zustimmen.
    ich frage mich bei wem sie "das Kreuzberger Nasenflötenorchester (das am ehesten so etwas wie überregionale Bekanntheit erlangte)" recherchierten?

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